Prichsenstadt
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Meine Grußworte für Sie...

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Meine Grußworte für Sie...

22.12.2016
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
es ist schöne Tradition, am Ende des Jahres auf das Erreichte zurückzublicken, denn auch 2016 haben wir erfolgreich an der Weiterentwicklung unseres Kitzinger Landes gearbeitet.
 
Einen großen Schritt haben wir im ÖPNV gemacht. Der Landkreis Kitzingen wurde zum 1. September komplett in den Verkehrsverbund Nürnberg (VGN) integriert. Richtung Nürnberg und aus Nürnberg kommend profitieren wir nun vom VGN-Tarif, innerhalb des Landkreises und Richtung Würzburg vom Tarif des Verkehrsunternehmens Verbund Mainfranken (VVM). Der Landkreis Kitzingen ist somit der einzige Landkreis in Bayern, in dem auf dem gesamten Gebiet zwei Verbundtarife gelten. Die bisherigen Verbundraumerweiterungen waren sehr erfolgreich, denn wir können uns über gestiegene Fahrgastzahlen freuen. Der Gesamtaufwand für den ÖPNV liegt in diesem Jahr bei rund 2 Millionen, davon Einmalkosten für die VGN-Erweiterung von 410 000 Euro. Erfreulicherweise bekommen wir in diesem Jahr auch 1,1 Millionen Euro an ÖPNV-Mitteln, wodurch die Regierung von Unterfranken auch unsere Anstrengungen würdigt.
 
Wir leben in einer Region, in der andere Urlaub machen. Deshalb möchten wir unsere Besonderheiten noch besser präsentieren und haben das Projekt zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ auf den Weg gebracht. Im Januar starten wir mit der Erarbeitung des Konzepts und ich möchte alle Bürger dazu ermuntern, sich bei den Arbeitstreffen einzubringen und sich zu beteiligen. Am Ende wird ein Konzept für eine staatlich anerkannte Umweltstation stehen – wie diese aussehen wird, ist noch völlig offen und hängt auch von Ihren Ideen und Ihrer Beteiligung ab.
 
Um unsere Familien noch besser zu erreichen, haben wir Ende September im Landkreis vier Familienstützpunkte – in Kitzingen, Dettelbach, Volkach und Wiesentheid – eingerichtet. Sie sind offen für jedermann und als unkomplizierte Anlaufstelle für Familien gedacht. Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall, die Angebote dort sind so vielfältig wie unsere Familien!
Auch in unsere 260 Kilometer Kreisstraßen haben wir in diesem Jahr einiges investiert. Im zuständigen Ausschuss des Kreistags waren wir uns rasch einig, die Mittel für das Deckenbauprogramm in diesem Jahr von 200 000 auf 900 000 Euro aufzustocken und auch in den Folgejahren jeweils einen Betrag von 500 000 Euro vorzusehen. Wir machen aber nicht nur Decken-bau, manche Straßen müssen rundum erneuert werden. Auch hier haben wir mit knapp 2 Millionen Euro kräftig investiert. Gut angelegtes Geld, wie ich meine.
Gut angelegt ist das Geld auch im Bereich der Bildung. Im Juni haben wir mit der Sanierung der Staatlichen Beruflichen Oberschule Kitzingen – unserer FOS und BOS – begonnen. Die Baumaßnahme mit einem Kostenvolumen von rund 3,5 Millionen Euro wird bei laufendem Betrieb durchgeführt und soll zum Schuljahresbeginn 2017/2018 abgeschlossen sein. Wie wir heute beschlossen haben, wird es in unserem Kitzinger Schulzentrum im kommenden Jahr noch eine weitere Baumaßnahme geben: den Abriss der alten Realschule für insgesamt 600 000 Euro. Die frei werdenden Flächen werden anschließend Bewegungsflächen für unsere Schülerinnen und Schüler.
 
Nun zu den Finanzen: Im Frühjahr konnten wir einen Haushalt verabschieden, der nun schon zum vierten Mal in Folge ohne neue Schulden auskommt. Der gleichzeitige Abbau alter Schulden schafft Raum für notwendige Investitionen, vornehmlich in unsere Schulen und in unsere Kreistraßen. Damit investieren wir in die Zukunft und leisten so einen wichtigen Beitrag zu einer sinnvollen Daseinsvorsorge.
 
Ein wichtiges Angebot der Daseinsvorsorge ist auch unsere Kommunale Abfallwirtschaft. Größtes Projekt im vergangenen Jahr war die europaweite Ausschreibung, die einige Neuerungen mit sich gebracht hat: So wird im neuen Jahr das Unternehmen Knettenbrecht + Gurdulic im Auftrag des Landkreises die Rest-, Bio- und PapierMüllgefäße leeren. Die Sperrmüllabfuhr und weitere Dienstleistungen werden wie bisher von Veolia Süd durchgeführt. Die Planungen zum neuen Wertstoffhof im Technologiepark conneKT sind nahezu abgeschlossen, sodass der Bau planmäßig 2017 beginnen kann.
Unsere Klinik Kitzinger Land hat 2016 erneut über 11 000 Patienten stationär und 17 000 ambulant behandelt und erfreut sich weiterhin steigender Patientenzahlen. Das spricht für die sehr gute medizinische und pflegerische Qualität unserer Klinik. Erfreulicherweise können wir in diesem Jahr auch wieder über 500 Neugeborene in unserer Klinik begrüßen.
 
Bezüglich der Baumaßnahme wird der Kostenrahmen von 36 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt eingehalten, bislang sogar unterschritten und im neuen Jahr kann der Neubau Ost – wenn auch mit leichter zeitlicher Verzögerung – bezogen werden.
 
Auf grundlegend neue Füße haben wir unseren Internetauftritt www.kitzingen.de gestellt. Die letzte kleinere optische Veränderung gab es 2009 und es war an der Zeit, dringend etwas an der Navigation sowie dem Aussehen zu verändern. Eine Arbeitsgruppe hat sich in den vergangenen Monaten darum gekümmert und ich bin begeistert vom Ergebnis. Die Seite präsentiert sich nun optisch sehr ansprechend, bürgerfreundlich und transparent und entspricht unserem Ruf als serviceorientierter Dienstleister für unsere Bürger.
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Um das Erscheinungsbild unseres Landratsamts-Gebäudes wird es in den kommenden Jahren verstärkt gehen, schließlich ist das Haus nach über 30 Jahren schon etwas in die Jahre gekommenen. Mit einer neuen Beschilderung haben wir dieses Jahr den Anfang gemacht, im kommenden Jahr stehen mit der Sanierung der Alten Poststraße 6 und 10 Baumaßnahmen an, die uns Raum für Umstrukturierungen geben.
 
Nach wie vor beschäftigen uns natürlich auch die zahlreichen Flüchtlinge, die zu uns gekommen sind. Aktuell haben wir noch 766 Asylbewerber, darüber hinaus wurden zahlreiche Flüchtlinge im vergangenen Jahr anerkannt. Die Integration dieser Menschen ist aktuell die wichtigste Aufgabe und ich bedanke mich hier sehr herzlich bei allen Ehrenamtlichen, die hier und in allen anderen Bereichen einen wichtigen Beitrag leisten!
 
Bedanken möchte ich mich auch bei allen, die zum Gelingen unserer Vorhaben beitragen sowie vertrauensvoll und engagiert mit uns zusammenarbeiten.
 
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
 
jeder von uns hat natürlich seinen ganz eigenen Blick zurück auf die vergangenen zwölf Monate. Aber ich wünsche mir, dass jeder von uns letztlich positiv auf dieses Jahr zurückschaut und vor allem eines tut: sich darauf freut, was im neuen Jahr vor ihm liegt. In diesem Sinne: Alles Gute für Sie und vor allem Gesundheit!
 
Kitzingen, 27.12.2016
 
 
Tamara Bischof
Landrätin


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